[FDW207] Regression, BDSM, Fetisch - Was bestimmt deine Leidenschaft?

Was bestimmt deine Leidenschaft?

Umfrage endete am 06.12.2021

Regression
8
47%
Bondage+Domination+SM=BDSM
0
0%
Fetisch
2
12%
Mehrere Optionen gleichwertig
4
24%
Etwas anderes
2
12%
Weiß nicht
1
6%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 17

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[FDW207] Regression, BDSM, Fetisch - Was bestimmt deine Leidenschaft?

von Jona Windeltiger » 26.11.2021

Hallo zusammen,

da die Frage der Woche-Diktatorin gerade anderweitig beschäftigt ist ;) stelle ich mal zwischendurch eine Frage.

Aus meiner Sicht basiert die Leidenschaft, die uns hierher gebracht hat, auf drei zentralen Themen: Regression, BDSM (hier wahrscheinlich vor allem D = domination) und Fetisch, z.B. im Hinblick auf Windeln. Für einige wird es ziemlich klar nur ein Thema geben, das im Fokus steht. Für andere sind zwei oder auch alle drei Themen bestimmend.

Wie geht es euch damit?

Es sollte noch gesagt werden, dass hier beide Richtungen zu berücksichtigen sind. Ein non-sexual Caretaker stimmt auch bei Regression ab. Wer nicht dominieren will, sondern dominiert werden will stimmt auch bei BDSM ab ;)

Die Umfrage läuft 10 Tage.

Viele Grüße
Jona

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Re: [FDW207] Regression, BDSM, Fetisch - Was bestimmt deine Leidenschaft?

von baerschen » 26.11.2021

Huhu,

Da mach ich mal lieber ein präzises Diagramm:

Lg Micha
Dateianhänge
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Re: [FDW207] Regression, BDSM, Fetisch - Was bestimmt deine Leidenschaft?

von nisashi » 27.11.2021

hmmpf komische Auswahl

na ich hab mal auf das erste abgestimmt.
wenn man deinen letzten Absatz nimmt könnte man die anderen beiden auch auswählen, nur sind mir diese Begrifflichkeiten zu sehr mit der sexuellen schiene verbunden was ich eigentlich überhaupt nicht mag

bin halt durch und durch ein little, wo der kopf noch das größte problem darstellt

@baerschen
schöne grafik, die könnte ja glatt von mir sein :D
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Re: [FDW207] Regression, BDSM, Fetisch - Was bestimmt deine Leidenschaft?

von Wernerho » 29.11.2021

Hallo zusammen,

schade das man nur für eins stimmen kann. Für mich gehören Fetsich und Regression in einem bestimmten Rahmen zusammen.

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Re: [FDW207] Regression, BDSM, Fetisch - Was bestimmt deine Leidenschaft?

von dein_fürsorglicher_Daddy » 29.11.2021

Ich habe für "etwas anderes" gestimmt. BDSM trifft zwar zu, ist aber nur ein Teil, und der andere steht nicht zur Auswahl. Als Daddy habe ich meinem Little/Middle gegenüber eine dominante Rolle, daher kann man es dem BDSM zuordnen. Der Begriff ist mir aber viel zu umfassend als das mir der ausreicht, um meine Leidenschaft zu verorten. Sogar das Wort "Leidenschaft" trifft auf mich nicht wirklich zu, denn mein Daddy-Sein ist mein innerer Wesenskern, den ich seitdem ich ein kleines Kind bin, schon habe und gar nicht als Leidenschaft, sondern einfach als meine Persönlichkeit bezeichnen würde.
Natürlich habe ich mich mit vier Jahren noch nicht Daddy genannt, aber ich habe mich bereits wie einer verhalten. Ich hatte schon damals einen ausgeprägten Beschützer-, Helfer-, Fürsorger- und Ratgeberinstinkt. Wenn ich in meiner Kindergartengruppe gesehen habe, dass jemand Außenseiter war oder sogar gemobbt wurde, dann bin ich dazwischengegangen (was auch half, weil ich von allen respektiert wurde und daher eine gewisse Autorität hatte), um das Opfer zu beschützen, habe mich dann um ihn/sie gekümmert, mit ihm/ihr gespielt (auch wenn ich da selber gar nicht wirklich Lust drauf hatte) und aufgepasst, dass sich niemand ihm/ihr gegenüber mies verhält. Auch habe ich ihm/ihr Ratschläge gegeben, wie er/sie sich besser in die Gruppe integrieren kann und habe ihn/sie dabei aktiv unterstützt. Kurz: Ich wollte mit meiner Fürsorge dafür sorgen, dass diese Person glücklich wird. Damit habe ich auch in der Grundschule weitergemacht, das steht auch so in meinen Zeugnissen drin.
Und ich bin auch heute noch so und werde es sicherlich bis an mein Lebensende sein. Mein fürsorgliches Naturell hatte ich also immer schon und nun, da ich ein erwachsener Mann bin, passt dann das Wort „Daddy“ für mich sehr gut. Und da ich als erwachsener Mann auch ein Sexualleben habe, lebe ich das Daddy-Sein im DDLG aus. Das ist dann kein Rollenspiel, weil ich ja tatsächlich eine Daddy-Persönlichkeit habe. Es wäre ein Rollenspiel, wenn ich in meinem Sexualleben KEIN Daddy wäre, sondern ein [hier beliebige Rolle einsetzen]. Das Einzige, was man als Rollenspiel bezeichnen könnte, ist, dass das Wort "Daddy" suggeriert, ich sei der Vater von meinem Little/Middle, was ich ja biologisch nicht bin. Aber von dem Wort abgesehen, ist es für mich überhaupt kein Rollenspiel und keine Leidenschaft, sondern einfach das, wer ich bin.
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Re: [FDW207] Regression, BDSM, Fetisch - Was bestimmt deine Leidenschaft?

von Regenbogenkuchen » 03.12.2021

Ich finde gerade wenn man das Thema als Ganzes am entdecken ist ist das sehr schwer auseinander zu halten.
Empfindungen sind ja meist erst einmal sehr diffus und müssen ergründet werden und das schöne dabei ist, dass man sich mit dir Zeit ja auch entwickelt und Gefühle und Einstellungen sich stark verändern.

Ich persönlich finde die Regression wichtiger als alles andere, da sie Teil meines Charakters ist.
Dennoch spielen andere Dinge mit hinein und ich finde es schön zu sehen wie sie sich in meine Selbstwahrnehmung integrieren.

Können das die "lang geübten" hier eigentlich besser auseinder halten?

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baerschen
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Re: [FDW207] Regression, BDSM, Fetisch - Was bestimmt deine Leidenschaft?

von baerschen » 04.12.2021

Können das die "lang geübten" hier eigentlich besser auseinder halten?

Ich find das echt schwierig auseinanderzuhalten, sieht man ja an meinem „Diagramm“. Ob ich geübt bin, ist ne andere Frage :), aber ich hab jedenfalls schon viel nachgedacht…

Dazu muss ich vorab sagen, dass ich ein etwas merkwürdiges Verhältnis zu Sexuellem habe und oft eine Art „Ihpfui“-Hemmschwelle überwinden muss, um mich emotional wirklich drauf einlassen zu können. Deshalb fällt es mir ein wenig schwer, einen Fetisch bei mir auch als solchen anzuerkennen, und deshalb setze ich mich damit oft etwas verkopft auseinander. Andererseits sehe ich es auch als etwas, das bei mir zur Herausbildung von Fetischen beigetragen hat.

Also insgesamt fällt es mir am leichtesten, mich als non-sexual-Little zu sehen. Aber das ist eben nicht mal die halbe Wahrheit: ich hab eben auch Fetische: Windeln und Omorashi (also mal dringend müssen / ungewollt einpullern) vor allem. Und die beeinflussen mein Selbsterleben als Little, ob ich es will oder nicht.

Umgekehrt auch: mein „unschuldiges“ Littlesein beinhaltet untrennbar die Vorstellung, meine Ausscheidungen nicht unter Kontrolle zu haben (obwohl mein Littlealter um die 8 Jahre ist), was vielleicht auch mit der oben genannten Hemmschwelle zusammen passt: wenn man nicht mal stubenrein ist, dann muss man doch sexuell „unschuldig“ sein (ich weiß, das ist rational betrachtet Bullshit, aber Emotionen und Unterbewusstes spielen nicht rational).

Und dann ist es natürlich peinlich für einen Achtjährigen. Da spielt dann also eine Art BDSM-Aspekt (Demütigung) mit rein. Der hat auch was Non-Sexuelles, und gleichzeitig was Sexuelles, das ich spüre, wenn ich da das Kopfkino anschmeiße… ob ich will oder nicht.

Der Vollständigkeit halber: ich stelle mich mir auch gelegentlich in der Rolle des Big vor und kann auch das schwer abtrennen.

Ich finde, das ist alles sehr verwoben und verworren, und es ist seit Jahrzehnten harte Arbeit für mich, das alles überhaupt anzuerkennen, und das wird es wohl mein Leben lang bleiben. Die Beziehungen zwischen all dem zu sehen, fällt mir nicht ganz so schwer, aber die verschiedenen Aspekte auseinanderzuhalten, da muss ich wohl noch lange passen (oder für immer). Ehrlich gesagt: wenn ich rational drüber nachdenke, ist das auch nicht so schlimm. Dadurch, dass ich mit anderen drüber reden kann, wird es leichter, das Gewirr zu ertragen und sogar zu akzeptieren: dass ich als Mensch halt kompliziert gestrickt bin, wie fast alle Menschen. Kompliziert gestrickte Pullis können ja auch sehr schick sein! 🙂


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